Batterie-Energiespeichersysteme (BESS)
Großbatteriespeicher zur Diversifikation der Landwirtschaft und zur Stabilisierung des Stromnetzes
Mit einem Batterie-Energiespeichersystem (BESS) profitieren Sie als Landeigentümer von hochattraktiven Erlösen aus der Be- und Entladung des BESS zum richtigen Zeitpunkt und der Diversifikation Ihrer Flächenerträge.
Mit dem zunehmenden Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen steigt der Bedarf an Speichermöglichkeiten. Denn erneuerbare Energien erzeugen Strom abhängig von Wetter und Tageszeit, während der Strombedarf kontinuierlich schwankt.
BESS können diese zeitlichen Unterschiede ausgleichen. Sie nehmen Strom auf, wenn viel Energie im Netz verfügbar ist, und speisen ihn wieder ein, wenn die Energie benötigt wird oder die Marktbedingungen dies wirtschaftlich ermöglichen.
Dabei werden BESS sowohl eigenständig als Stand-Alone-Speicher als auch in Kombination mit einer Photovoltaikanlage als Co-Location-Speicher betrieben.
Co-Location vs. Stand-Alone BESS
Co-Location-BESS
Bei einer Co-Location werden ein BESS und eine Stromerzeugungsanlage – beispielsweise eine PV-Freiflächenanlage (PVA) – am selben Standort miteinander kombiniert.
Das BESS nimmt den erzeugten Solarstrom der PVA (sog. Grünstrom) auf und stellt ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung. Je nach technischer Ausgestaltung und Netzanschlusskonzept wird die vorhandene Infrastruktur gemeinsam oder koordiniert genutzt.
Der Vorteil liegt darin, Erzeugung und Speicherung miteinander zu verbinden. Solarstrom muss nicht mehr ausschließlich zu dem Zeitpunkt vermarktet werden, an dem er erzeugt wird, sondern kann teilweise gespeichert und zeitlich versetzt eingespeist werden.
Für Grundstückseigentümer kann Co-Location außerdem interessant sein, weil ein bestehender oder geplanter PV-Standort durch ein BESS ergänzt und die Fläche damit um eine weitere energiewirtschaftliche Nutzung erweitert werden kann.
Stand-Alone-BESS
Ein Stand-Alone-BESS wird unabhängig von einer eigenen PV- oder Windenergieanlage betrieben.
Der Speicher ist direkt an das Stromnetz angeschlossen. Er kann Strom aus dem Netz (sog. Graustrom) beziehen, zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Netz einspeisen.
Das ermöglicht Strom bei niedrigen Marktpreisen zu speichern und ihn zu Zeiten höherer Preise wieder zu vermarkten. Darüber hinaus können insbesondere Stand-Alone-Speicher – abhängig von ihrer technischen Auslegung und Vermarktung – verschiedene Systemdienstleistungen im sog. Regeldienstleistungsmarkt bzw. Regelreservemarkt für das Stromnetz bereitstellen.
Der Regeldienstleistungsmarkt bzw. Regelreservemarkt ist ein eigener Strommarkt, über den die Übertragungsnetzbetreiber kurzfristig verfügbare Flexibilität einkaufen. Ziel ist, das Stromsystem jederzeit im Gleichgewicht zu halten und die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu stabilisieren.
Für die Entwicklung eines Stand-Alone-BESS ist deshalb vor allem die Netzanbindung von großer Bedeutung. Ein geeigneter Netzverknüpfungspunkt mit ausreichender Kapazität für Bezug und Einspeisung ist ein wesentlicher Faktor für die Eignung eines Standortes.
Speicherung und flexible Nutzung von erneuerbarem Strom durch BESS
Mit dem BESS können verschiedene Ziele miteinander verbunden werden.
1. Strom zeitlich verschieben
Strom kann zu Zeiten hoher Erzeugung oder niedriger Strompreise aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingespeist werden.
2. Erneuerbare Energien besser nutzen
BESS können dazu beitragen, Strom aus PV und Windkraft stärker unabhängig vom Zeitpunkt seiner Erzeugung nutzbar zu machen.
3. Stromnetz unterstützen
Durch ihre sehr schnelle Reaktionsfähigkeit können BESS zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und verschiedene Systemdienstleistungen bereitstellen.
4. Strommarkt nutzen
BESS können auf die Schwankungen der Strompreise reagieren und Strom zu unterschiedlichen Zeitpunkten beziehen und wieder vermarkten.
5. Netzanschlüsse effizienter nutzen
Insbesondere in Kombination mit Erzeugungsanlagen kann ein BESS dazu beitragen, die knappen Netzanschlusskapazitäten besser zu nutzen.
Fraunhofer-Simulation zeigt deutliches Senkungspotenzial des EEG-Förderbedars durch BESS
Hiernach würden zusätzliche 20 GW BESS in Deutschland die Hochpreisstunden am Strommarkt senken und gleichzeitig den Marktwert für PV-Stromerzeuger steigern. Der EEG-Förderbedarf würde um 1,2 Milliarden Euro pro Jahr sinken und den Bundeshaushalt um diese Kosten entlasten. Die Simulation wurde anhand realer Kauf- und Verkaufsgebote am Day-Ahead-Strommarkt des Jahres 2025 erstellt und zeigt:
- Zahl der Stunden mit Preisen über 200 Euro/MWh sinkt um rund 88 Prozent
- Dauer negativer Strompreise sinkt um rund 53 Prozent
- Marktwert von Solarstrom steigt um rund 35 Prozent
- EEG-Förderbedarf sinkt um bis zu 1,2 Milliarden Euro jährlich
„Die Studienergebnisse zeigen sehr konkret, wie Speicher aus einem volatilen Stromangebot ein flexibleres System machen. Wer über bezahlbaren Strom spricht, muss deshalb auch über Speicher sprechen“, sagt Urban Windelen, Geschäftsführer des BVES.
Batteriespeicher schaffen Flexibilität zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch
Ein BESS besteht aus Batteriemodulen und weiteren technischen Komponenten wie Wechselrichtern, Transformatoren, Schaltanlagen sowie einem Batterie- und Energiemanagementsystem.
Das Energiemanagement steuert den Speicher abhängig von den jeweiligen Anforderungen und den Marktbedingungen.
Stand-Alone-Batteriespeicher
Durch die Möglichkeit des Stand-Alone-BESS Strom aus dem öffentlichen Netz zu beziehen (sog. Graustrom), zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Netz einzuspeisen, kann er von unterschiedlichen Strompreisen zu verschiedenen Tageszeiten profitieren und gleichzeitig Flexibilität für das Stromsystem bereitstellen.
Co-Location BESS in Verbindung mit PV
Der tagsüber erzeugte Solarstrom wird normalerweise direkt in das Stromnetz eingespeist. In Zeiten zu hoher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kann er im BESS zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingespeist werden. Dies verhindert die Erzielung nur niedriger Strompreise oder gar der temporären Abschaltung (sog. Redispatch) der PV-Anlage.
Diversifizieren Sie Ihre Flächennutzung und werden auch Sie zum Energiewirt für die Speicherung von Strom!
Mit einem BESS wird aus einer geeigneten Fläche ein Standort für einen weiteren wichtigen Baustein der Energiewende.
Für Landeigentümer entsteht eine zusätzliche langfristige Nutzungsmöglichkeit mit sehr attraktivem Erlöspotenzial. Und das bei einem sehr geringen Flächenbedarf im Gegensatz zur Entwicklung von Freiflächen-PVA. BESS sind i.d.R bereits ab einer Gesamtflächengröße von ca. 1 ha gut umsetzbar.
Entscheidend für die Eignung eines BESS-Standortes ist insbesondere die Nähe zu einem geeigneten Netzverknüpfungspunkt. Insbesondere die Nähe zu Umspannwerken ist wichtig. Je besser die Netzanbindung und je höher die verfügbare Anschlussleistung, desto wirtschaftlicher ist ein Standort für den Betrieb eines BESS.
Darüber hinaus müssen die planungsrechtlichen Voraussetzungen, die Erreichbarkeit und weitere technische Anforderungen geprüft werden.
Über die Genehmigung entscheidet entweder die Gemeinde vor Ort im Rahmen eines Bauleitverfahrens. Oder im Fall von privilegierten Vorhaben, wo das BESS nicht mehr als 200 m entfernt von einem Umspannwerk liegt, kann direkt bei der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises ein Bauantrag gestellt werden.
Aufgrund der Lärmemissionen sollte man sich auf Flächen abseits von Wohnbebauung konzentrieren, d.h. je nach Größe des BESS mindestens in 300 m Entfernung.
Allgemeine Vorteile von Batteriespeichersystemen
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Risikodiversifizierung und langfristige Erlössteigerung für Landeigentümer durch Flächennutzung für BESS.
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Kein Kosten- und Rückbaurisiko für Landeigentümer und Kommune, da der Betreiber alle Kosten des Genehmigungsprozesses trägt und den rückstandslosen Rückbau sicherstellt.
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Signifikante Einnahmepotenziale für die Kommune durch Gewerbesteuer.
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Hohe Wertschöpfung auf kleiner Fläche, da BESS vergleichsweise wenig Platz benötigt und bereits kleinere, netztechnisch gut gelegene Flächen geeignet sein können.
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Effizientere und wirtschaftlichere Nutzung vorhandener Netzinfrastruktur bei der Kombination von PV und BESS (Co-Location).
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Flexible Speicherung von Strom zur zeitlichen Verschiebung von Stromerzeugung und-verbrauch.
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Regelenergie zur Unterstützung des Stromnetzes durch die schnelle Bereitstellung von Leistung zur Stabilisierung der Netzfrequenz
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Kostengünstiger und wichtiger Baustein gegen den Klimawandel und für die Ernergieunabhängigkeit Deutschlands durch weniger Abregelung erneuerbarer Anlagen und geringerem Bedarf an fossilen Energien.
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Bessere Integration erneuerbarer Energien, da überschüssiger Wind- und Solarstrom gespeichert und später genutzt werden kann
Finden Sie eine Antwort auf häufig gestellte Fragen
Kein Batteriespeicherprojekt ist wie das andere. Dennoch gibt es grundsätzliche Fragen, die sich viele Grundstückseigentümer stellen, die sich für ein BESS auf Ihrer interessieren. Diese möchte ich hier kurz beantworten. Für individuelle Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gern persönlich zur Verfügung.
Grundsätzlich kann sich ein BESS auf landwirtschaftlichen Flächen rein wirtschaftlich für die meisten Landeigentümer lohnen. Selbst im Falle besonders ertragreicher Böden oder dem Anbau von hochlukrativen Sonder- oder Dauerkulturen könnten die Erlöse durch BESS höher liegen.
Je schwächer aber die landwirtschaftliche Flächenqualität und dementsprechend der Ernteertrag ist, desto rentabler ist im Umkehrschluss ein BESS-Betrieb.
Entscheidend ist vor allem die Lage Ihrer Fläche in Bezug auf das öffentliche Stromnetz.
Besonders interessant sind Grundstücke in unmittelbarer Nähe zu Umspannwerken oder anderen geeigneten Netzanschlusspunkten wie z.B. Strommasten oder PV-Anlagen im Falle von Co-Location. Die Entfernung zum Anschlusspunkt sollte nicht mehr als 500 m betragen.
Die benötigte Grundstücksgröße fängt je nach geplanter BESS-Größe bei durchschnittlich rd. 1 ha an. Für wirklich sehr große BESS können auch 3-5 ha benötigt werden.
Die Nähe zur Wohnbebauung sollte aufgrund der Lärmemissionen mindestens ca. 300 Meter betragen, abhängig von der Größe des BESS. Je größer das BESS, umso größer der Abstand.
Die Fläche darf in keinem Schutzgebiet liegen, was den BESS-Betrieb ausschließen würde und auch nicht in einem Vorranggebiet für Landwirtschaft.
Ich prüfe gerne unverbindlich, ob Ihre Fläche die Voraussetzungen für ein wirtschaftlich attraktives BESS-Projekt erfüllt.
Da geeignete Standorte in unmittelbarer Nähe leistungsfähiger Netzanschlusspunkte begrenzt sind, ermöglichen BESS-Flächen deutlich höhere Pachteinnahmen als eine klassische landwirtschaftliche Nutzung.
Die möglichen Pachteinnahmen hängen insbesondere von der Lage der Fläche, der verfügbaren Netzanschlussleistung, der Größe des geplanten Batteriespeichers und der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts ab.
Je größer der Anteil an Bezugsleistung aus dem Netz ist (sog. Graustromanteil), desto höher die Wirtschaftlichkeit des BESS.
Eine BESS-Pacht sollte i.d.R. fünfstellig pro ha und Jahr liegen. Eine seriöse Aussage zur möglichen Pachthöhe ist jedoch erst nach einer individuellen Standortprüfung möglich.
Mein Ziel ist es, für Sie eine wirtschaftlich attraktive und gleichzeitig langfristig tragfähige Pachtvereinbarung zu erreichen.
Im Gegensatz zu klassischen PV-Freiflächenanlagen benötigen BESS vergleichsweise wenig Fläche.
Abhängig von der geplanten Speicherleistung und den technischen Voraussetzungen können bereits Grundstücke ab etwa 0,5 bis 1 Hektar interessant sein. Größere Batteriespeicher benötigen entsprechend mehr Platz, wobei 3-5 ha das Maximum sein dürften.
Entscheidend ist jedoch weniger die Grundstücksgröße als vielmehr die Kombination aus Standort, Netzanschlussmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit.
Ja, es können sich Flächeneigentümer zur Erreichung einer geeigneten Gesamtfläche zusammenschließen. Grundvoraussetzung bei mehreren Eigentümern ist, dass alle gleich behandelt werden.
BESS-Projekte sind auf einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Pachtverträge können beispielsweise Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren einschließlich möglicher Verlängerungsoptionen vorsehen.
Dabei sind nicht nur die Höhe der Pacht, sondern auch die vertraglichen Regelungen zu Zahlungsbeginn, Anpassungen, Haftung und Rückbau von Bedeutung.
Ich lege besonderen Wert auf faire und transparente Vertragsbedingungen, die Ihre Interessen als Landeigentümer langfristig berücksichtigen.
Nein, beim klassischen Pachtmodell müssen Sie selbst nicht in das BESS investieren.
Die Finanzierung von Planung, Genehmigung, Errichtung und Betrieb erfolgt durch den Projektentwickler beziehungsweise den späteren Betreiber.
Ihre wirtschaftliche Beteiligung besteht grundsätzlich in der Bereitstellung Ihrer Fläche gegen vertraglich vereinbarte Pachtzahlungen. Mögliche verbleibende Risiken und Verpflichtungen werden im Pachtvertrag geregelt.
Ja. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Konzepten:
Stand-Alone-BESS: Der Batteriespeicher wird unabhängig von einer Photovoltaikanlage betrieben und direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.
Co-Located-BESS: Der Batteriespeicher wird in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage errichtet. Dabei können gemeinsame Infrastruktur und Netzanschlussmöglichkeiten genutzt werden.
Welches Konzept für Ihren Standort am sinnvollsten ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.
Moderne Batteriespeicher verfügen über umfangreiche Sicherheits- und Überwachungssysteme. Dazu gehören unter anderem Temperaturüberwachung, Batteriemanagement, elektrische Schutzsysteme und anlagenspezifische Brandschutzkonzepte.
Wie bei jeder technischen Großanlage lassen sich Risiken nicht vollständig ausschließen. Deshalb sind professionelle Planung, geeignete Sicherheitsabstände, regelmäßige Wartung und abgestimmte Brandschutzmaßnahmen von großer Bedeutung.
Die Verantwortung für den sicheren Betrieb liegt beim Anlagenbetreiber.
Als unabhängiger Projektentwickler für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verbinde ich die Interessen von Landeigentümern mit den Anforderungen professioneller Betreiber, Netzbetreiber und Gemeinden.
Dabei steht für mich nicht allein die maximale Pachthöhe im Vordergrund, sondern ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept mit fairen Vertragsbedingungen und einer hohen Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Umsetzung.
Ich begleite Sie persönlich von der ersten Standortprüfung bis zur Realisierung Ihres Projekts – unabhängig, transparent und ohne Beratungskosten für Sie.
Sie besitzen eine Fläche in der Nähe eines Umspannwerks?
Dann lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welches Potenzial in Ihrem Grundstück steckt. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.